Solar-Förderungen in Anspruch nehmen: So geht’s

Fördermöglichkeiten für Photovoltaikanlagen in Deutschland

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Solaranlagen in Deutschland stark gestiegen. Photovoltaikanlagen sind eine hervorragende Möglichkeit, um umweltfreundlich Strom zu erzeugen und dabei langfristig Energiekosten zu sparen. 

Aktuell liegen die Kosten für eine durchschnittliche Photovoltaikanlage bei etwa 1.200 bis 1.600 Euro pro kWp (Kilowatt Peak). Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gesunken, was die Anschaffung einer Solaranlage immer attraktiver macht. 

Dank staatlicher Förderungen und finanzieller Anreize lohnt es sich mehr denn je, auf Solarenergie zu setzen. 

In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die Fördermöglichkeiten für Photovoltaikanlagen in Deutschland.

Förderung für Photovoltaik durch KfW-Kredit

Die KfW bietet mit ihrem Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ zinsgünstige Kredite für die Installation von Photovoltaikanlagen und weiteren erneuerbaren Energieprojekten. 

Förderfähig sind dabei nicht nur die Anlagen selbst, sondern auch Speicher, Planungs- und Installationskosten. Privatpersonen können bis zu 100% der Investitionskosten finanzieren lassen, inklusive Mehrwertsteuer.

Konditionen:

  • Kreditrahmen: bis zu 150 Mio. Euro pro Projekt
  • Bereitstellungsprovision: 0,15% pro Monat, ab 6 Monaten nach Zusage.
  • Auszahlung: 100% der Kreditsumme
  • Laufzeit: mind. 2 Jahre, mit Möglichkeit zur vorzeitigen Tilgung
  • Rückzahlung: Tilgungsfreie Zeit mit Zinszahlungen, danach vierteljährliche Raten. Außerplanmäßige Tilgung gegen Vorfälligkeitsentschädigung möglich.

Antragstellung: Über eine Hausbank, die bei der KfW den Antrag einreicht. Vorbereitung ist online über den KfW-Förderassistenten möglich.

Mehr Details gibt es auf der KfW-Website.

Steuerliche Erleichterung, EEG-Umlage und Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist ein zentrales Element der Förderung für Photovoltaikanlagen in Deutschland. Sie garantiert Betreibern eine feste Vergütung für den Strom, den sie ins öffentliche Netz einspeisen. 

Aktuell (Stand Dezember 2024) liegt die Einspeisevergütung bei 8,03 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für Anlagen bis 10 kWp, die Strom überschüssig ins Netz einspeisen. Bei Volleinspeisung beträgt die Vergütung 12,73 Cent pro kWh

Diese Vergütung wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt und bietet eine langfristige Planungssicherheit, da die Höhe der Vergütung für 20 Jahre festgeschrieben wird.

Seit Anfang 2023 gilt außerdem ein Mehrwertsteuersatz von 0% auf Photovoltaikanlagen. Diese Steuererleichterung gilt für Anlagen bis 30 kWp und ist sowohl für private als auch gewerbliche Installationen relevant. 

Zudem können Betreiber kleinerer Photovoltaikanlagen (bis 30 kWp) von der Einkommensteuer befreit werden. Das bedeutet, dass Einkünfte aus dem Betrieb (durch die Einspeisung ins öffentliche Netz) solcher Anlagen steuerfrei bleiben.

Regionale und kommunale Förderungen für Solaranlagen

Aktuell gibt es nur noch in Berlin ein aktives Förderprogramm auf Landesebene, das mit „SolarPLUS“ Zuschüsse für Stromspeicher, Gutachten und Beartungen, Steckersolargeräte sowie spezielle Photovoltaikanlagen gewährt. In anderen Bundesländern wurden viele frühere Förderprogramme eingestellt. 

Allerdings bieten zahlreiche Kommunen weiterhin finanzielle Unterstützung für die Installation von PV-Anlagen und Stromspeichern an. Diese kommunalen Programme können oft mit bundesweiten Förderungen wie KfW-Krediten kombiniert werden. Es lohnt sich, bei der eigenen Kommune nachzufragen. Hier sind einige Beispiele von Förderungen in großen deutschen Städten:

  • Düsseldorf bietet das Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf“ für PV-Anlagen und Speichersysteme bei Neubauten. Die Grundförderung liegt bei 1.000 Euro für Anlagen über 1 kWp. Zusätzlich erhalten Anlagenbetreiber 200 Euro pro kWp für Systeme bis 45 kWp. Insgesamt können so bis zu 10.000 Euro Förderung für eine PV-Anlage beantragt werden.
  • Stuttgart hat dieSolaroffensive als Teil des Aktionsprogramms „Weltklima in Not – Stuttgart handelt“. Bezuschusst werden unter anderem begleitende Installationen bei Dach- und Fassaden-PV sowie Stromspeicher.
  • München fördert durch das Programm Klimaneutrale Gebäude verschiedene Maßnahmen zur Energieeffizienz, einschließlich Photovoltaikanlagen, und gibt Zuschüsse zur Unterstützung des solaren Ausbaus.

Detaillierte und aktuelle Informationen zu den Fördermöglichkeiten der Länder sind bei der Förderdatenbank des Bundes zu finden. Die Förderdatenbank bietet eine umfassende Übersicht zu bundesweiten, regionalen und kommunalen Förderprogrammen.

Fazit

Photovoltaikanlagen sind in den letzten Jahren erschwinglicher geworden und dank umfangreicher Förderungen noch attraktiver. Neben den bundesweiten Programmen wie den KfW-Krediten und steuerlichen Vorteilen gibt es auch zahlreiche regionale und kommunale Förderungen, die den Einstieg in die Solarenergie erleichtern. 

Wer also in eine Solaranlage investiert, profitiert nicht nur von geringeren Stromkosten, sondern auch von attraktiven staatlichen und regionalen Förderungen. 

Prüfen Sie vor der Anschaffung, welche Programme in Ihrer Region aktiv und für Ihre Situation am besten geeignet sind.

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